Die “Black Cubes”

Dezember 16, 2006

cube.jpgEin namenloser Italiener, studierter Philosoph und Künstler stellt auf seiner Homepage schwarze Kästen zum Verkauf. Insgesamt 999 Stück. Das ist ja sehr spannend möchte man voreilig und ironisch rufen, aber spannend sind diese Würfel in der Tat. Jeder einzelne birgt ein schreckliches Geheimnis, einen Gegenstand, den der Besitzer im Idealfall niemals zu sehen bekommt. Denn das ist Aufgabe und gleichzeitig metaphysiche Folter der “Black Cubes”: Wie gehen Menschen mit Neugier um? Würden sie so weit gehen, ein Kunswerk zu zerstören um dessen Geheimnis zu lüften? Die Mona Lisa zerschneiden, um die Art der Leinwand herauszubekommen. Das würde niemals jemand tun? Bestimmt nicht… Oder? Es ist sicher anzunehmen, dass die Präsenz eines solchen “Black Cubes” für den Eigentümer Inspiration und gleichzeitig Probe ist. Zu erwähnen sei noch, dass die ominösen Inhalte zusammengefügt und nach Verkauf aller 999 Stück Teile eines großen Puzzles darstellen. Die Weltformel ist es sicher nicht, Luft hoffentlich ebensowenig – aber was dann? Lasst uns neugierig sein – oder besser nicht.

One Response to “Die “Black Cubes””

  1. Martin Says:

    Die Frage stellt sich in dieser Sache ob der Mensch aus der Neugier als Urinstinkt zu dem geworden ist wie wir ihn nun zuertragen haben, nämlich mit allen seinen Fehlern und Erfindungen. Wäre dies der Falle so wird man letztendlich viele “destroyed black cubes” auf der Erde finden.
    Stellen wir uns vor, dass solch ein würfel in unserem Zimmer stünde. Unentwegt würde man sich fragen, was ist da drin, was wirt es sein und meiner Meinung nach ist nicht mal die Frage nach dem Wert entscheident, welche ebenfalls in dem einen oder anderen aufkommen wüde. Der Künstler spielt ihr mit einem urzeitlichen Trieb und prüft was wohl stärker ist, Geist oder Fleisch. Man sollte eher die Einheit beider suchen und nicht die Spaltung.

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